Gespenstererscheinung

Zahlreiche angebliche Gespenstererscheinungen beruhen auf einer Sinnestäuschung.

 

Kaum wahrnehmbare physikalische Effekte haben auf viele Menschen reproduzierbare Wirkungen: Ein plötzlicher Temperaturabfall innerhalb von Gebäuden wird von vielen Menschen wie ein Berührungsreiz wahrgenommen. Ein Beispiel für physikalische Ursachen von Gespenstersichtungen ist das Brockengespenst. Durch geschickte Anordnung eines Magnetfeldes kann man das Gehirn eines Menschen derart täuschen, dass sich Schimären bilden. So bildet sich die Person dann ein, sie sehe einen Geist oder höre ein Atmen. Neuere Forschungen ergaben auch ein Zusammenspiel verschiedener physikalischer Phänomene, etwa der Luftschwingungen tiefer Frequenzen (Wind gegen stärkere Burgmauern) und den Eigenresonanzen des Augapfels (Sehen von weißen Flecken).

Lokale Gespenstererscheinungen werden häufig durch die Bindung einer „unerlösten“ Seele an einen bestimmten Ort gedeutet, etwa den Schauplatz eines verübten oder erlittenen Verbrechens. Die Aufklärung der Tat kann zur Erlösung des Gespenstes führen.
Auch eine rituell nicht korrekt vollzogene Bestattung kann zu Erscheinungen eines Totengeistes führen.
Zu den angenommenen Fähigkeiten von Gespenstern gehören das schwerelose Schweben und das Durchdringen von Wänden oder Personen. Manche Gespenster können Geräusche erzeugen, sich sprachlich verständigen, sichtbar oder unsichtbar machen oder verschiedene äußere Gestalten annehmen. Ihre Erscheinung löst häufig starke Kälteempfindung (Grabeskälte) aus. Im Ganzen ist die Begegnung mit Gespenstern unheimlich und Angst einflößend, wobei unklar bleibt, worin genau die konkrete Gefahr bestehen soll.

Während biochemische Modelle von Gehirnkernen und untersuchte Reizverhalten von Neuronen alsQuellen fehlen, erklärt die rein formale Psychologie den Glauben an Geister als eine Personifizierung des Todes (bzw. der Seele). Eine Akzeptanz des vollständigen Endes des Lebens nach dem Sterben besteht bei vielen Menschen nicht.

Dieser Text ist eine Zusammenfassung des Wikipedia Artikels http://de.wikipedia.org/wiki/Gespenst

AB 25.10.12 IM KINO